Konzertreise in die Niederlande

Vor zwei Jahren veranstaltete der Frauenchor Dachsenhausen ein Konzert im Bürgerhaus mit dem gemischten Chor „Corde et Animo“ aus Maria Hoop in den Niederlanden. Da die Chemie zwischen den beiden Chören auf Anhieb stimmte, reiste der Frauenchor nun zu einem Gegenbesuch nach Holland.

Am Freitagmorgen ging die Reise los. Doch, kurz nachdem Chorleiter Winfried Kahl in Braubach zugestiegen war, mußte der Busfahrer schon eine Zwangspause einlegen. Doch danach ging es zügig weiter in Richtung Amsterdam. Natürlich noch einmal unterbrochen von einem ausgiebigen Sektfrühstück, für das der Vorstand gesorgt hatte.

Bei der Ankunft in Amsterdam erwartete uns schon Reiseleiterin Monique mit zwei Stadtführerinnen zu einem Erlebnisspaziergang. Doch bevor es losging, stärkten sich alle erst einmal mit einem Matjesimbiss. Ein kleines „Muss“ in Amsterdam. Danach machten die zwei Damen, auf humorvolle und lockere Art und Weise, auf viele interessante Dinge in ihrer Stadt aufmerksam. Nach diesen ersten Eindrücken in der Weltstadt Amsterdam, klang der Tag bei einem gemeinsamen Abendessen aus.

Am nächsten Morgen stand eine Grachtenfahrt auf dem Programm. Bei strahlendem Herbstwetter schipperten wir durch die Kanäle und bekamen so die beste Sicht auf die Sehenswürdigkeiten und die interessante Bauweise der Stadt.

Am Nachmittag starteten wir mit dem Bus in Richtung St. Joost, zu dem eigentlichen Grund unserer Reise. „Corde et Animo“ hatte ein „Freundschafts“-Concert organisiert, bei dem auch noch der Männerchor „De Wiejerdzangers St. Joost“ mitwirkte.

Wir wurden sehr herzlich von den Chormitgliedern begrüßt und bei Kaffee und Kuchen tauschte man noch einmal Erinnerungen an den letzten Besuch in Dachsenhausen aus. Dann begann ein Konzert, das von sehr hoher Qualität geprägt war. Alle drei Chöre brachten einen Querschnitt ihres aktuellen Repertoirs zu Gehör, so daß für jeden Geschmack etwas dabei war.

So sang „Corde et Animo“ unter anderem „Evening rise“, das „Lied der Berge“ oder auch „Adiemus“ und „Sana Sananina“. Der Männerchor brachte mit „Ich wollt, mein Lieb ergösse sich“, „`Cekolina“ und „The Rhythm of Life“ ebenfalls sehr viel Abwechslung in seinen Vortrag. Auch der Frauenchor hatte etliche Stücke mitgebracht. Darunter zwei Uraufführungen: „Ich wollte nie erwachsen sein“ von Peter Maffay und „The Lion sleeps tonight“. Nach dem rhytmischen „Wasma ajelile“ forderte das Publikum noch zwei Zugaben, bevor die Sängerinnen gemeinsam mit den beiden holländischen Chören das Abschlußlied „Neigen sich die Stunden“ sangen. Zum Abschluss saßen alle noch in gemütlicher Runde zusammen um den schönen Abend bei einem Gläschen Wein oder Bier und guten Gesprächen ausklingen zu lassen. Bevor der Frauenchor sich wieder auf den Weg nach Amsterdam machte waren sich alle einig, daß man sich auf jeden Fall wieder einmal zu einem gemeinsamen Konzert treffen möchte.

Der dritte Reisetag stand fast ganz zur freien Verfügung. Nur am Nachmittag war der Besuch in einer Diamantschleiferei angemeldet, der auch von den meisten genutzt wurde. Am Abend stand dann noch ein gemeinsames Abendessen auf dem Programm. Nach einem ausgiebigen Frühstück am nächsten Morgen hieß es schon wieder: Koffer packen, check out und ab nach Hause.

Eine sehr schöne und erlebnisreiche Reise war schon wieder zu Ende. Doch die Erinnerung daran wird alle, die dabei waren, noch lange begleiten.

 

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Jahreshauptversammlung

Am Dienstag den 23. 2. 2016 trafen sich die aktiven Mitglieder des Frauenchores Dachsenhausen zur Jahreshauptversammlung im Bürgerhaus. Die Vorsitzende Anneli Schumacher eröffnete die Sitzung und begrüßte die zahlreich erschienenen Sängerinnen. Nach einem kurzen Rückblick auf das vergangene und einem Ausblick auf das kommende Jahr, für das schon einige Termine feststehen, nahm sie die Totenehrung vor. Der Chor gedachte in einer Schweigeminute in erster Linie den verstorbenen Sängerinnen Else Wagner und Brigitte Eckel.
Es folgte Punkt drei der Tagesordnung. Kassiererin Dorit Obel verlas den Kassenbericht. Sie hob einige nennenswerte Beträge hervor und stellte sich danach den Fragen der Mitglieder. Kassenprüferin Andrea Geisel bescheinigte Dorit Obel eine einwandfreie Buchführung und bat die Versammlung um Entlastung. Diese wurde auch einstimmig erteilt
Danach verlas Schriftführerin Manuela Perscheid die Chronik des vergangenen Jahres. Zwei Höhepunkte im Vereinsjahr waren die beiden Konzerte im Mai und am ersten Advent. Auch ein Auftritt in Waldalgesheim ist den Sängerinnen in guter Erinnerung. Aber auch die Mitgestaltung von Gottesdiensten, Beerdigungen und Ständchen bei aktiven und inaktiven Mitgliedern rief sie noch einmal in Erinnerung. Leider, so lautete eine schlechte Nachricht im Jahresbericht, mußten drei aktive Sängerinnen aus gesundheitlichen Gründen den Chor verlassen. Doch die Gute folgte gleich darauf, acht Neue kamen dazu! Manuela Perscheid wünschte dem Chor für das kommende Jahr viel Erfolg, den Sängerinnen Gesundheit und weiterhin viel Freude am Singen.
Im Punkt vier der Tagesordnung ergriff die Alterspräsidentin Erika Obel das Wort. Sie dankte der Vereinsführung für die geleistete Arbeit im vergangenen Jahr und bat um Entlastung des Vorstandes. Auch diese wurde von der Versammlung einstimmig erteilt.
In diesem Jahr wurde nicht der gesamte Vorstand neu gewählt, sondern nur eine Beisitzerin. Edith Völl- Günthner schied turnusmäßig aus. Der Chor dankt ihr für ihre dreijährige Tätigkeit als Beisitzerin und wünscht ihr immer eine gute Stimme und viel Freude im Chor. Als neues Vorstandsmitglied konnte Sandra Gonglach gewonnen werden.
Der Vorstand setzt sich wie folgt zusammen:
1. Vorsitzende und Pressearbeit: Anneli Schumacher, 2. Vorsitzende: Andrea Fries-Gensmann, Kassiererin: Dorit Obel, Geschäftsführerin: Annette Fries, Schriftführerin und Homepage: Manuela Perscheid, 1. Beisitzerin: Rita Roth, 2. Beisitzerin: Inge Bröder, 3. Beisitzerin: Sandra Gonglach.
Anwesenheitsliste: Margot Zöller und Heidrun Geisel, Notenwartin: Hilde Mayer und Alterspräsidentin: Erika Obel.
Dann besprach Geschäftsführerin Annette Fries mit den Sängerinnen die anstehenden Termine für das kommende Jahr. So ist die Teilnahme an der Jubiläumsveranstaltung des Posaunenchores und am Kreis-Chorkonzert in Kamp-Bornhofen geplant, sowie die Chorreise nach Holland im Oktober. Der erste wichtige Termin ist jedoch das Probewochenende im März. Dort werden die Grundsteine gelegt für die Arbeit im weiteren Verlauf des Jahres.
Nach dem letzten Punkt Verschiedenes, bei dem noch über einige Dinge gesprochen wurde, schloß Anneli Schumacher die Versammlung. Bei einem kalten Büffet, für das der Vorstand gesorgt hatte, saßen die Sängerinnen noch in gemütlicher Runde zusammen.

Schwerdonnerstagsfete

„Zur Begrüßung braucht mer en Dochsehause nur a einzig Wort,
un dot es GUDE, domet es alles gesot!“
So begrüßte Anneli Schumacher, nachdem der Frauenchor die Bühne erstürmt hatte und mit dem ersten Lied „Alle maskiert“ die große Sitzung eröffnet hatte, die närrischen Gäste im vollbesetzten Bürgerhaus in Dachsenhausen. Noch schwungvoller ging es weiter mit dem Fastnachtshit „Da wackelt die Wand, da schwanke die Bääm un auch de Schäfer Mathes geht noch lang net hääm!“ Nachdem der Chor die Bühne verlassen hatte, gesellte sich eine vermummte Gestalt zu Anneli, die eigentlich hohen Besuch aus Berlin erwartete. Tatsächlich entpuppte sie sich als Angela Merkel, alias Petra Dönges, die in der Verkleidung einmal ihren Bodygards entfliehen wollte. Großzügigerweise bot sie sich dann an, durch das Programm zu führen. Den Anfang machte Beate Eising als Gastarbeiterin Minna Tomate aus Hessen, die einige Anekdoten und witzige Begebenheiten aus ihrem Leben zu berichten wußte. Manche Begriffe aus dem hessischen Dialekt waren nicht immer für jeden verständlich, doch Minna merkte das und übersetzte in reines Hochdeutsch.
Danach eroberte ein Filmteam die Bühne, denn der Heimatfilm „Wo der Rothirsch jodelt“ sollte in Dachsenhausen gedreht werden. Doch der Regisseur ( Meike Knöll ) war der Verzweiflung nahe, denn seine Darsteller ( Andrea Meuer, Annette Fries, Erika Obel, Sandra Gonglach Robert Meuer, Herbert Zöller ) agierten nicht so, wie er sich das vorstellte und seine Crew ( Lisa Dörn, Leonie Aulmann, Ilse Lorberg ) musste alles mehrfach drehen. Ein toller Klamauk mit viel Action, sogar die Kanzlerin wurde zu einem Jodler animiert, der die Zuschauer begeisterte.
Rusersch Hilde ( Hilde Mayer ) mußte die Polizei anrufen, denn sie vermisste ihren Werner, der die Mülltonnen nicht rausgestellt hatte. Der saß auch bei der Polizei ein und sie sollte ihn freikaufen. Für das Geld wollte sie doch lieber erst einmal in Urlaub fahren.
Danach war Mundart gefragt. Olaf Harlos begann ganz normal das Märchen vom Rotkäppchen zu erzählen, als Heidrun Geisel ihn mit Detailfragen nervte. Grit Görmar rettete die Situation und erzählte Rotkäppchen in schönstem Sächsisch. Fazit: „Das Käppchen ist rot, der Wolf ist grau, Dachsenhausen Helau!“
Dann eroberten ältere, gesetzte Herrschaften die Bühne. Sängerinnen des Frauen- chores ( Doris Zeilinger, Andrea Freis-Gensmann, Margot Zöller, Hilde Mayer, Ursula Sexter, Astrid Dany, Manuela Perscheid, Waltraud Müller, Ilona Debus, Andrea Geisel ) hatten mit Natalie Jost den Ahledanz einstudiert. Sie zeigten dem Publikum mit Walzer, Tango oder Rock was noch in ihnen steckt. Auch wenn der oder die eine oder andere sich manchmal verirrte.
Danach zeigten Anneli Schumacher und Herbert Zöller „Szenen einer Ehe.“ Wie bei uns daheim, wird sich so mancher beim Zuschauen gedacht haben. Sie hatte drei Brötchen gekauft um ihm sein Leibgericht „Weckklöße“ zu machen. Doch zwei fanden sich nur noch in der Tasche. Sollte ihr Ehemann etwa schon einen gegessen haben? Nein, hab ich nicht, wehrt er sich. Nach einigem Hin und Her findet sich der dritte Weck, aber, überlegt sie, hatte ich nicht doch vier Weck gekauft?
Dann war Tempo und Action angesagt. Ein Clown, der sich im Vorfeld schon einige Debatten mit Kanzlerin Merkel geleistet hatte, brachte noch fünf Mädels mit auf die Bühne und sie zeigten mit ihren Trampolins eine rasante Schau. Da kam man schon beim Zuschaueen ins Schwitzen. Bei den „Jumping Trampolins“ hüpften mit:
Rene Birnbaum, Marina Birnbaum, Sandra Schug, Anja Kalinka, Steffi Sauerwein und Katharina Marner, die Auch Trainerin der Truppe ist.
Nach der Pause ging es musikalisch weiter. Meike Knöll, Miriam Wagner und Winfried Kahl, der auch am Keybord begleitete, besangen Produkte aus der Werbung, die es an diesem Abend jedoch nicht zu kaufen gab. Ein ganz wichtiges Produkt, das man an diesem Abend auf jeden Fall bekommen konnte, war der Beitritt zum Frauenchor.
Die Tanzgruppe „Ü 30“ der Sportgemeinde jubelte nach einem Boxkampf über den errungenen WM Gürtel. Eine tolle Tanzeinlage von Myrna Haupt, Tanja Scholz, Judith Mock, Jenny Hahn, Steffi Roth, Michelle Nacke und Sandro Gonglach, die ohne Zugabe nicht von der Bühne kamen. Einstudiert wurde der Boxkampf von Jenny Hahn.
Danach unterhielten sich zwei Witwen ( Claudia Schmidt und Heidrun Geisel ) über die neuesten Telekommunikationsmöglichkeiten. Die eine hatte den vollen Durchblick und die andere von nix eine Ahnung. Da kann man sich vorstellen, daß diese Dialoge Die Lachmuskeln des Publikums strapazierte.
Nun stand ein „Pflaumenbaum“ der besonderen Art auf der Bühne. Ein Lebendiger – und er sang auch noch: „Im Garten sind die Pflaumen reif.“ Und dann kamen sie, eine nach der anderen: freche Pflaumen, dicke Pflaumen, faule Pflaumen und sangen mit dem Baum. Die Darsteller von Baum und Früchtchen waren: Dorit Obel, Manuela Perscheid, Andrea Fries-Gensmann, Inge Bröder, Annette Fries und Andrea Meuer.
Dann kam Hebbert ( Herbert Zöller ) der sich bitter über das fehlende Interesse für seine Finanzkrise beschwerte. „Seine“ Bank hatte wohl auch kein Verständnis. Einige  Spässe und Anekdoten gab Hebbert noch zum Besten und trieb damit den Zuhörern die Lachtränen in die Augen.
Der Männertanz hat schon Tradition in Dachsenhausen und auch in diesem Jahr ließen sich die „Dachsboys“ nicht lange bitten. In zünftigen Lederhosen erklommen sie die Bühne und boten dem begeisterten Publikum einen rasanten alpenländischen Auftritt. Ganz klar, daß auch sie nicht ohne Zugabe die Bühne verlassen durften. Die Tänzer waren: Guntram Sexter, Eckhard Bröder, Fabian Leibundgut,Heiko Becker, Jürgen Hartmann, Martin Hallas, Sascha Wagner und für den erkrankten Volker Hausen tanzte Ursula Sexter. Einstudiert wurde das Ganze von Martina Bornwasser und Grit Görmar.
Dann versammelte sich der Chor zum großen Finale auf der Bühne. Mit „Das wars für heute“ begann der Schlussauftritt. Anneli Schumacher bedankte sich bei allen für den tollen Abend, der aber noch nicht zu Ende war. Die Sängerinnen animierten alle noch nicht nach Hause zu gehen mit „Heute Nacht geht keiner von uns schlafen“.
Ein Fastnachtsevergreen durfte nicht fehlen. Winfried Kahl fungierte als Solist mit „So ein Tag, so wunderschön wie heute“ bevor der Chor dann mit „Sasa, Sasa“ die Bühne verließ.
Es durfte zur Musik von Jürgen Zimmermann getanzt werden und die letzten Gecken verließen in den frühen Morgenstunden die Narrhalla.

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